Auch dieses Jahr war es Albisbrunn wieder möglich, einigen Jugendlichen einen Urlaub der ganz besonderen Art zu ermöglichen. Nach guten Vorbereitungen und einem ausgiebigen Frühstück im „la table“ fuhren 6 Jugendliche und das Projektteam am Samstagvormittag mit dem heiminternen Bus Richtung Berner Oberland.  Nach Bezug der Unterkunft, welche wie für uns wie geschaffen war, waren die Jugendlichen nicht zu bremsen und wollten sofort auf die Piste. Zu ihrem Glück war 100m neben unserer Unterkunft ein privater Übungslift und die Jugendlichen konnten gleich loslegen.

Am Sonntag ging es dann auf die richtige Piste und dies bereits „quasi“ mit der ersten Gondel. Zu unserer Überraschung sollte dies aber keine Ausnahme bleiben, sondern ganz im Gegenteil die Regel werden. Die ersten Versuche auf den Boards verliefen gut und die Jugendlichen bildeten ihrem Können angemessene Gruppen.

Ausgestattet mit einem Snowboard- und einem Skilehrer sowie zwei passionierten Skii- bzw. Snowboardfahrer war es möglich, individuell auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen zu können. Nils, der noch nie auf einem Snowboard gestanden war, bekam zum Beispiel einen Tag lang Einzelunterricht, was ihm in Folge ermöglichte bereits am zweiten Tag mit den anderen Jugendlichen mitzufahren.

Die Skitage waren lang und sportlich und von viel Sonnenschein und idealen Pistenverhältnisse begleitet. Jeden Morgen hiess es früh aufstehen, frühstücken und ab auf die Piste. Highlight war wie beinahe jeden Morgen das „gratis“ Konzert in der Talstation von Marlon, der mit seinen Reggae Interpretationen vielen die Zeit beim Anstehen vertrieb und das eine oder andere Lächeln auf die Gesichter der Wartenden zauberte. Am Mittag trafen wir uns immer gemeinsam zu Mittagessen auf den Gipfeln der Berner Alpen bevor es nochmals bis in den späten Nachmittag hinein galt die Pisten unsicher zu machen.

Zurück in der Unterkunft erwartete uns bereits eine nahrhafte selbstzubereitete Mahlzeit und man konnte sich so richtig genüsslich den Bauch vollschlagen. Die Abende verbrachten wir meist in geselliger Runde beim Spiel um die „Weltherrschaft“ (Risiko) oder beim Ansehen der Olympia-Eiskunstlauf-Damenkür, welche nur gelegentlich durch eine unwichtige Übertragung eines Fussballspiels unterbrochen werden musste. Ganz mutige Energiebündel schafften es sogar gelegentlich noch zu später Stunde in das Nachtleben von Adelboden einzutauchen und den langen Tag bei einer Partie Billard oder Dart ausklingen zu lassen.

Am Mittwoch forderte der hohe Einsatz sein Tribut und Muskelkater quälte beinahe alle, bis auf unsere ganz „Harten“ Mohamed und Manuel die mit Alex trotz schlechtem Wetter einen weiteren Skitag einlegten. Der Rest der Mannschaft erholte sich im Wellnessbad und sammelte neue Kräfte.

Das Wetter, welches uns beinahe die ganze Woche mit Sonnenschein und Panoramablick verwöhnte, machte uns nur einmal einen Strich durch die Rechnung – das Nachtschlitteln wurde abgesagt. Aber auch hier war schnell eine Lösung gefunden und die Jugendlichen gingen bei Mondschein mit einem Geocache auf Schatzsuche.

Am letzten Tag rächte sich, dass Mohamed am Mittwoch keine Pause eingelegt hatte und er stürzte schwer. Aufgrund der Witterung konnte jedoch der Hubschrauber nicht landen und so wurde Mohamed in Begleitung von Gianni mit der Bahn ins Krankenhaus gebracht. Nach langen Stunden des Wartens konnte dann aber Entwarnung gegeben werden. Ausser einer leichten Gehirnerschütterung war Mohamed wohlauf und konnte am Abendessen schon wieder teilnehmen.

Nach einer wunderbaren Woche in der wir alle sehr viel Spass hatten hiess es dann nach einem letzten gemeinsamen Mahl vorläufig Abschied nehmen. Zurück bleiben Erinnerungen an eine super Woche mit coolen Jungs. Vielen Dank Ricci, Manuel, Nils, Mohamed, Ismail und Marlon. Wir hoffen es klappt nächstes Jahr wieder.

Philipp Tiefenbacher, Leiter Wohngruppe Am Rebberg

 

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