Um Euch die Fachstelle Partnerfamilien & Kooperationen (PF & K) näher zu bringen, werden Sally und Thomi in den nächsten drei Ausgaben im Bulletin spannende Texte verfassen und Euch erzählen, was PF & K bedeutet. Den Anfang macht dabei das Kürzel PF, das für Partnerfamilien steht.

Seit bald zwei Jahren besteht die Fachstelle PF & K und ergänzt das stationäre Wohn- und Betreuungsangebot durch externe Wohnplätze bei Partnerfamilien. Partnerfamilien sind sozial eingestellte Menschen, die bereit sind, ihr Zuhause einem Jugendlichen zu öffnen, zum Beispiel, wenn sich dieser in einer Krise befindet. Wie lange eine solche externe Platzierung dauert, ist davon abhängig, wie viel Zeit der Jugendliche für den nötigen Entwicklungsschritt benötigt. Ziel ist, dass der Jugendliche nach seinem Aufenthalt bei einer Partnerfamilie den täglichen Anforderungen in Albisbrunn genügen kann. Während des Aufenthaltes in der Partnerfamilie wird er von Bezugspersonen aus Albisbrunn begleitet. Die Zeitspanne, die er alleine mit der Familie verbringt, stellt je nach Jugendlichen eine anspruchsvolle Herausforderung dar.

Aus diesem Grund werden die Familien, die sich bei uns melden, vor der ersten konkreten Platzierung sehr umfassend informiert und in ihrem Entscheidungsprozess, ob sie eine solche Herausforderung annehmen wollen, unterstützt, betreut und begleitet. Dazu gehört, dass das Team PF & K die Familie besucht. In einem ersten Schritt wird mittels eines Qualifikationsverfahrens die potenzielle Partnerfamilie zu deren Grundeinstellung und Erfahrungen mit sich, anderen Jugendlichen und Menschen im Allgemeinen befragt. Im Gegenzug erzählen Sally und Thomi, wie in Albisbrunn gearbeitet wird und wie die Fachstelle PF & K eine externe Platzierung plant, organisiert und abwickelt. Auch gehört es dazu, dass die Familie ihrerseits ihre Wohn- und Arbeitssituation offenlegt, damit später möglichst passende Platzierungssettings kreiert werden können, welche dem betroffenen Jugendlichen dienen. In einem zweiten Schritt, wenn die Familie weiter interessiert ist, besucht das Team PF & K zusammen mit einem Mitglied der Geschäftsleitung die Familie ein weiteres Mal, um eine konkrete Zusammenarbeitsvereinbarung zu unterzeichnen.

Und so ist es dann irgendwann soweit. Ein Jugendlicher braucht eine externe Platzierung und nach engem Austausch mit den betroffenen Disziplinen nimmt die Fachstelle PF & K telefonisch Kontakt mit der geeigneten Partnerfamilie auf. Es wird ihnen erklärt, wie alt der Jugendliche ist, welche Themen zur Platzierung geführt haben, was das Ziel der Platzierung ist, wie der Jugendliche von Albisbrunn betreut wird, was von der Familie erwartet wird etc. Die Partnerfamilie entscheidet dann, ob sie bereit sind, diese Herausforderung anzunehmen. Passt das alles, stellen die Personen, die am engsten mit dem Jugendlichen zusammenarbeiten, einen möglichst konkreten Plan auf, der so präzise wie möglich auf die Situation in der Partnerfamilie abgestimmt ist. So bekommt der Jugendliche die bestmögliche Chance, dort die an ihn gestellten Anforderungen zu erfüllen und den Entwicklungsschritt zu machen, damit er wieder in Albisbrunn funktioniert und zurück auf seine Wohngruppe kann.

Nach der Sitzung, in der dem Jugendlichen das Time-Out (oder andere externe Platzierungsformen) eröffnet wurde, machen sich Sally oder Thomi mit dem Jugendlichen auf den Weg zur Partnerfamilie. Dort angekommen setzen sich alle an den Tisch, um die Platzierung zusammen zu besprechen. So wird im Beisein des Jugendlichen alles noch einmal konkret geplant. Eventualitäten und Fragen können bei dieser Gelegenheit ausdiskutiert werden. Je nach dem werden die pädagogischen Werkzeuge installiert und Arbeitsmaterialien vom Jugendlichen angeschaut, die ihm bei seinem Entwicklungsschritt helfen sollen. Klappt das alles, kann der Prozess für den Jugendlichen bei der Partnerfamilie beginnen. Von nun an ist die Partnerfamilie die Ansprechperson für den Jugendlichen. Albisbrunn gibt Unterstützung, besucht den Jugendlichen, beantwortet Fragen und Unklarheiten und bleibt in Kontakt.

Was so in der Partnerfamilie passiert, lest ihr im nächsten Bericht, wenn an dieser Stelle Erfahrungen und Anekdoten aus dem Alltag einer Partnerfamilie erzählt werden.

Thomas Nigg und Sally Hocking, PF & K

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