Das erste Zwischenfazit des neuen Albisbrunn-Gesamtleiters fällt positiv aus

Anfang August hat Philipp Eder die Leitung des Schul- und Berufsbildungsheims Albisbrunn in Hausen übernommen. Wie ist sein Eindruck nach fünf Monaten im neuen Amt? Eine Zwischenbilanz.

«Vieles läuft sehr gut», betonte Philipp Eder, der neue Gesamtleiter des Albisbrunn bei der Stabübergabe im Juli. Die Blumen gingen an seinen Vorgänger Ruedi Jans, der die Stiftung während mehr als 12 Jahren geführt hatte. Eder, der neue Chef – und Wunschkandidat von Jans – war keineswegs ein Neuzugang: Seit zwölf Jahren war er im Albisbrunn tätig, zuletzt als Leiter Schulbildung.

Er sei ja glücklicherweise nicht in eine Institution gekommen, in der man alles habe ändern müssen. «Im Gegenteil. Die Ausgangslage war sehr gut für mich. Ich konnte in mein neues Amt einsteigen, und der Laden lief.»

Klar – ein bisschen ungewöhnlich sei es gewesen, innerhalb der Geschäftsleitung vom Kollegen zum Vorgesetzten zu werden. Das jedoch sei ihm schon einmal passiert, als er vom Lehrer zum Schulleiter ernannt wurde. «Von dieser Erfahrung konnte ich sicherlich profitieren», meint er. «Die Geschäftsleitung hat mich in diesem ganzen Prozess unterstützt, das half mir extrem.» Gleichwohl sei die Tätigkeit als Gesamtleiter ein bisschen einsamer als vorher im Kader.

Neuer Fokus auf interne Abläufe

Mit dem neuen Amt sind auch neue Aufgabengebiete hinzugekommen. Die Verantwortung über das Gesamtbudget, Repräsentationsaufgaben und natürlich die Mitarbeiterführung – die ihm viel Freude mache, wie er betont. «Und dann sind da natürlich die ganzen Baugeschichten», schmunzelt er. «Es stehen ständig neue Projekte an.» Das Schul- und Berufsbildungsheim Albisbrunn habe kürzlich das letzte umgebaute Gruppenhaus eröffnet, so Eder. Dennoch sieht er die zukünftigen Schwerpunkte in seiner Arbeit nicht primär bei repräsentativen Bauten. Vielmehr möchte er den Fokus auf den «Innenausbau» legen, wie er es nennt. «Für mich ist es wichtig, dass wir in der Professionalisierung nochmals einen Schritt vorwärts machen.» Dazu gehöre es, die internen Abläufe zu optimieren wie beispielsweise das Berichtswesen oder die Förderplanung. «Wir möchten weiterhin als fachlich professionelle und moderne Institution wahrgenommen werden.» Dazu gehöre nicht nur eine einwandfreie Arbeit: «Es bedeutet auch, die Jugendlichen einzubinden und sie ihren Alltag mitgestalten zu lassen. Gerade hier sehe ich auf unserem riesigen Areal noch viel Potenzial. Auch wenn es darum geht, Erlebnismöglichkeiten zu schaffen.»

«Modern zu sein bedeutet, flexibel zu sein»

Modern zu sein, das heisst für Philipp Eder aber auch, flexibel zu sein und sich den Bedingungen anzupassen, die man antrifft. Veränderungsbereitschaft dürfte gefragt sein, wenn 2021 im Kanton Zürich das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz in Kraft tritt. Dieses sieht vor, die Finanzierung der stationären Jugendhilfe über den Kanton, und nicht mehr wie bis anhin über die Gemeinden zu regeln. Das gibt dem Kanton mehr Steuerungsmöglichkeiten, als Folge davon könnten jedoch gewisse bestehende Angebote künftig nicht mehr unterstützt werden.

«Natürlich beschäftigt uns das neue Gesetz intensiv», erklärt er. «Hier wird es mein Job sein, die Institution auf diese Gesetzesänderung und die Neuerungen vorzubereiten. Auch wenn das möglicherweise heisst, altbekannte Wege zu verlassen. «Es gibt ja verschiedene Modelle, wie man therapeutische Leistungen finanzieren kann», so Eder. «Gesetzesänderungen sind immer auch eine Chance.»

Bericht und Bild Livia Häberling – Affolter Anzeiger vom 04.01.2019

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