Es gibt Luft…

…rund um die Gruppenhäuser in Albisbrunn.

Der Umbau der Gruppenhäuser hat die Planer auch veranlasst, die Umgebung den neuen Anforderungen der Wohngruppen anzupassen. So sollen die Sonnenkollektoren genügend Sonneneinstrahlung erhalten um effizient arbeiten zu können. Auch der Schattenwurf auf die neuen Fassaden soll minimiert werden; es soll einfach alles „mehr Luft“ erhalten, weiter und offener werden…

Früher wurden Bäume nahe an den Häusern gepflanzt um als Blitzschutz zu dienen und die Bewohner zu schützen. Jetzt haben eben diese Bäume keinen direkten Nutzen mehr für die Gebäude, sondern sind eher Ärgernis für diese…

Volle Abflussrinnen, verdreckte Dachziegel, Äste die auf die Dächer fallen und vermooste Fassaden können wir nicht mehr brauchen und sollen darum der Vergangenheit angehören.

Beim Gruppenhaus am Rebberg sieht man die grösste Veränderung. Es wurden ca. 15 grosse Bäume gefällt und zu einem grossen Haufen aufgetürmt der im Frühling zu Schnitzel für unsere Heizung verarbeitet wird.

Dort hinten, im „letzten Ecken“ vom Albisbrunn, spürt man den „frischen Wind“ der Umgebungsarbeiten wohl am meisten. Sei es von der Seite Albisbrunn aus oder von den Nachbargrundstücken.

Sobald die Bauphase beim Gruppenhaus Rebberg abgeschlossen ist und wieder Ruhe in den oberen Teil des Albisbrunn eingekehrt ist, werden wir vom Technischen Dienst mit dem Pflegen der gerodeten Fläche beginnen und dem unkontrollierten Wachstum der Büsche und Bäume Einhalt gebieten.

Damit der offene Geist, der so schön Einzug gehalten hat, möglichst lange auch auf der Anlage zu spüren bleibt.

Reto Kästle, Mitarbeiter Technischer Dienst

Design der Küchenabdeckung – vom Baubetrieb?

Zuerst wussten wir nicht so richtig, ob das jetzt nur ein Hirngespinst ist oder ob es Hanspeter Rogger, dem Leiter unseres Baubetriebs, wirklich ernst ist mit der Küchenabdeckung und den dazu gehörenden Sitz- und Ablageflächen aus Beton. Küchenabdeckungen sind filigran und sie müssen repräsentieren, die ästhetischen Ansprüche sind hoch. Die Küche ist mehr als ein Ort zum Kochen, sie ist Treffpunkt für Familie sowie oft auch für Gäste und hier mit Beton zu arbeiten, ist doch sehr speziell. Es sollte aber wirklich eine Betonabdeckung werden, unsere Fachleute waren gefragt und sie freuten sich auf diese Aufgabe.

Die Schalungsform zum Giessen der Abdeckung stellte der Küchenbauer her. Thomas Anderhub, der stellevertretende Leiter im Baubetrieb, bereitete die Form vor, legte sie mit Eisen aus und goss den Spezialbeton in die Form. Es sollte eine möglichst dichte Oberfläche entstehen, die keine grossen Poren aufwies. Beim Ausschalen zeigte sich, dass der Gussvorgang praktisch perfekt gelang. Trotzdem, die Oberfläche des rohen Betons eignet sich nicht für eine Küche. Der nächste Arbeitsgang war die Oberflächenverdichtung mit einem Zweikomponentenlack – gut ist der Malerbetrieb ein direkter Nachbar und dort das entsprechende Fachwissen vorhanden. Sorgfältig wurde die Oberfläche bearbeitet und verdichtet. Es braucht ein gutes Auge und Geduld, um eine schöne und glatte Fläche zu erreichen. Die Montage der 200kg schweren Platte bildete dann den Abschluss. Auch die Sitz- und Ablagefläche wurde passgenau montiert und das ganze sieht nun wohnlich und sehr sec und modern aus. Auch wirkt das Material sehr warm. Beim nächsten Küchenumbau ist es also durchaus auch eine Option, mit Beton zu bauen.

Ruedi Jans, Gesamtleiter

Albisbrunn und Newfundland: Match!

Albisbrunn und Newfundland: Match!

Die dringend notwendige Renovation der fünf Gruppenhäuser in Albisbrunn kostet total rund CHF 5.16 Mio. Davon sollen CHF 1.5 Mio. durch Spenden und Zuwendungen gedeckt werden – ein stattlicher Betrag! Als externe Beraterin habe ich die Aufgabe, das Team von Albisbrunn bei dieser Aufgabe zu begleiten.

Anfangs 2015 begannen wir mit der Planung. Dazu gehören eine sorgfältige Prüfung der finanziellen Bedürfnisse und Möglichkeiten genauso wie das Zusammenstellen eines Patronatskomitees und die Aufbereitung der Dokumentation für potentielle Geldgeber. Das Kampagnenteam, zusammengesetzt aus Gesamtleiter Ruedi Jans, Toni Schönbächler, Leiter Berufsbildung, Claudia Gallmann in der Administration und mir als Beraterin, traf sich regelmässig – Sitzungen, die immer zielstrebig, konstruktiv und gleichzeitig unterhaltsam und menschlich sehr angenehm waren.

Von der Qualität der Arbeit, die in Albisbrunn geleistet wird, dem Engagement und der Empathie der Mitarbeitenden und der Notwendigkeit der Instandstellung der Gruppenhäuser war ich von Anfang an überzeugt. Nachdem Albisbrunn bereits 2011 eine erfolgreiche Spendenkampagne für den Bau der neuen Turnhalle geführt hatte, wussten wir auch, dass die Institution und ihr Thema ‚Starthilfe für Jugendliche in Entwicklungskrisen’ als wichtig anerkannt werden. Der grösste Unsicherheitsfaktor blieb die Zeit: würden Stiftungen und andere Spender gerade mal fünf Jahre nach der letzten Zuwendung wieder Beiträge sprechen?

Im November 2015 starteten wir nach sorgfältiger Planung mit einem Treffen des Patronatskomitees die Kampagne. Dessen regional, kantonal oder gar national bekannte Mitglieder sind hervorragend vernetzt und gerne bereit, den Leiter der Spendenkampagne bei seiner Arbeit zu unterstützen.

Im Januar 2016 konnten wir (endlich) loslegen. Bald zeigten die ersten Zusagen, dass die angefragten Stiftungen Albisbrunn nach wie vor sehr positiv gegenüberstehen und bereit sind, nach fünf Jahren wieder einen Beitrag zu sprechen. Nun, am Ende des Jahres, haben wir das Spendenziel fast erreicht! Das hat sicher mit dem überzeugenden Projekt zu tun, ist aber auch stark Toni Schönbächler zu verdanken. Als initiativer und aufmerksamer Leiter der Spendenkampagne ist er nicht nur ein hervorragender Botschafter von Albisbrunn. Er bringt den Vertretern von Stiftungen, aber auch privaten Spendern ehrliche Wertschätzung entgegen. Das ist unendlich wichtig.

Um es auf den Punkt zu bringen: die Zusammenarbeit mit Toni Schönbächler, Ruedi Jans und Claudia Gallmann ist eine grosse Freude. Wir freuen uns sehr, dass wir das Spendenziel erreicht haben. Nun sind wir daran, den Abschlussevent mit dem Patronatskomitee zu organisieren. Ich freue mich jedes Mal, nach Albisbrunn zu kommen – und dann umso mehr, wenn ich am Schluss im ‚La Table’ Platz nehmen darf! Also: Albisbrunn und Newfundland, das passt: Match!

Brigitt Küttel, Newfundland

Die Sanierung wirkt – auch beim Holzschnitzelverbrauch

Die Sanierung wirkt – auch beim Holzschnitzelverbrauch

Wenn wir bisher über den Umbau der Gruppenhäuser berichteten, dann in der Regel über die pädagogischen Aspekte. Es war offensichtlich und es bereitet viel Freude, zu sehen, wie die Räumlichkeiten das Verhalten der Jugendlichen positiv beeinflussen und die Mitarbeiter sehr zufrieden sind mit ihrem Arbeitsplatz. Es entwickelt sich noch besser, als wir das uns erhofft hatten.

Ein anderes, wichtiges Ziel des Umbaus war die energetische Sanierung der Häuser. Über diese Wirkung hatten wir nicht wirklich Klarheit, bis Raymond Gimmi, unser Leiter des Technischen Dienstes, beim Morgenkaffe einen Notizzettel zückte, der mit ein paar Zahlen bekritzelt war. Seinem freudigen Gesichtsausdruck war anzusehen – es war auch für ihn eine Überraschung, was er uns mitzuteilen hatte. Nachdem der Monat Oktober durchgeheizt wurde (Das ganze Areal wird mit Holzschnitzel geheizt) stellte er fest, dass das neue Gruppenhaus gegenüber dem vergleichbaren „alten Haus“ zwei Drittel weniger Energie verbrauchte. Und das sieht folgendermassen aus:

  • Das alte Gruppenhaus „La Haya“ benötigte im Oktober rund 10‘000kwh und die neu renovierte Wohngruppe Alagna nur noch 3500kwh – umgerechnet heisst das,
  • die Wohngruppe La Haya benötigte 9,52m3 Kubikmeter Holzschnitzel und die Wohngruppe Alagna nur noch 5.4m3

Das ist eine riesige Einsparung und wir sind wirklich hochzufrieden mit diesem Ergebnis. Wir zeigen unseren Jugendlichen, dass man etwas tun kann für die Umwelt und für eine nachhaltige Energie – eine „Kulturvermittlung“, wie wir sie anstreben. Ein schöner Effekt sind auch die tieferen Kosten, sie kommen letztendlich allen zugute.

Ruedi Jans, Gesamtleiter

Zweites Leben für 40-jährige Häuser

Zweites Leben für 40-jährige Häuser

Die aktuelle Spendenkampagne für den Umbau unserer Gruppenhäuser läuft erfreulich. Wir haben heute, Ende September 2016, schon über 1 Mio. an Spendengeldern zugesprochen erhalten. Dieser Erfolg und der Input eines Spenders hat uns ermuntert, künftig mit speziellen Angeboten über die Spendenaktivitäten zu informieren.

Neu auf unserer Website

Über diese spezielle Seite können sich SpenderInnen und alle anderen Interessierten Personen über die Gruppenhäuser und den Stand der laufenden Kampagne Informieren.

Wir informieren ab jetzt regelmässig über den Verlauf der Spendenkampagne zu den Gruppenhäusern und bringen interessante Neuigkeiten rund um den Verlauf der Umbauten sowie künftige Projekte. Alle diese News können als Email-Newsletter abonniert werden. Sie können sich für diesen neuen Spenden Newsletter über die Kampagnenseite Gruppenhäuser anmelden.

Auf dieser Seite informieren wir im Allgemeinen über das Thema Spenden, warum wir in Albisbrunn auf Spenden angewiesen sind und wie wir Spendengelder verwenden. Falls Sie Fragen haben, können Sie über diese Seite auch Kontakt zu den Verantwortlichen aufnehmen.

Wir freuen uns, dass das wichtige Thema Spenden nun auch auf unserer Website die nötige Aufmerksamkeit erhalten hat und freuen uns auf Ihre Kommentare und Rückmeldungen.

Albisbrunn Möbel in den umgebauten Gruppenhäusern

Wenn Wohnungen neu gebaut, renoviert und der Einzug geplant wird, kommt ganz schnell die Frage auf, wie die Räume eingerichtet werden sollen. Was gefällt und was nicht? Soll es praktisch und funktionell sein, modern oder rustikal?

Genau diese Fragen kommen auch auf, wenn Gruppenhäuser in Albisbrunn neu angebaut und renoviert werden. Zum Einrichten der eigenen vier Wände kommt beim Einrichten in einer Institution noch dazu, dass man den Fokus auf die Jugendlichen richtet. Der «eigene» Geschmack rückt in den Hintergrund. Jugendlichen gerecht, funktionell, praktisch, zeitlos und vieles mehr muss beachtet werden. Wir in der Arbeitsgruppe Innen- und Kücheneinrichtung stellten diesen Fokus in den Vordergrund. Eine weitere Voraussetzung war auch, dass die fünf Wohngruppen grundsätzlich gleich eingerichtet, aber trotzdem Platz für Individualität geschaffen werden soll.

In der Küche, in den meisten Wohnungen der Knotenpunkt, wurde eine Kochinsel geplant, an der mit den Jugendlichen gekocht und gebacken werden kann. Genügend Platz, um ihnen zu zeigen wie das geht. Kochen für den «Hausgebrauch». Das Ziel ist, dass alle unsere Jugendlichen selber ein paar gesunde Mahlzeiten zubereiten können, wenn sie aus Albisbrunn austreten.

Die wichtigsten Überlegungen betreffend der Möblierung waren, dass alle Möbel individuell in Einzelelementen zusammengestellt werden können. Ein weiteres Augenmerk lag auf Sofas, die robust, gut reparierbar und leicht zu reinigen sind und dass Elemente einzeln ersetzt werden können. Ein Möbelhaus, das uns all diese Voraussetzungen bieten kann, haben wir nicht gefunden, zumal ja der Preis auch noch eine Rolle spielt. So haben wir uns kurzerhand dazu entschieden, die Sofas in der Albisbrunn Schreinerei herzustellen und von einer Polsterfirma überziehen zu lassen.

Das Resultat steht nun seit wenigen Tagen in der neu renovierten Wohngruppe Alagna. Der Aufenthalts- und TV-Raum kann mit den verschiedenen Einzelelementen so gestaltet werden wie es den SozialpädagogInnen und Jugendlichen gefällt und ihnen wohl ist.

Bei der Suche nach Salontisch und Sideboard war dann ganz schnell klar, dass auch diese in der Schreinerei Albisbrunn hergestellt werden sollen. Die Malerei Albisbrunn hat das Lackieren übernommen. So begegnen einige unserer Jugendlichen in ihren Wohnräumen den Möbeln, an denen sie selber gearbeitet haben. Nun sind auch die allgemeinen Räume mit Albisbrunn Möbeln bestückt, genauso wie schon im Vorfeld die Möblierung der Jugendlichen Zimmer selber hergestellt wurden.

Ein Möbelprogramm, das über längere Zeit erhältlich ist. Robust, reparierbar, einzelne Elemente ersetzbar, wenn nötig gut zu reinigen und trotzdem ist die individuelle Gestaltung möglich.

Silvia Ammann, Betriebsleiterin Hauswirtschaft

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