Albisbrunn goes to Space. Dies ist die Geschichte eines einmaligen Projekts mit den Schülern der Sekundarschule Albisbrunn.

Die Idee für das Albisbrunn Space Project entstand vor rund anderthalb Jahren. Beim traditionellen, jährlich stattfindenden, fliegen lassen der Himmelslaternen hatten die aufsteigenden Ballone, welche die Jugendlichen der Sekundarschule gebastelt haben, nicht die gewünschte Flughöhe erreicht. Im Rahmen einer Diplomarbeit entstand die Idee eines Wetterballons. Wir wollten mit den Jugendlichen ein solches Projekt realisieren.

Durch die gute interne Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und der Schulleitung entstand die Möglichkeit, dieses Projekt im Rahmen des Wahlfaches durchzuführen. Der Bau der Sonde und die Planung des Fluges nahmen drei Nachmittage in Anspruch.

Am 28. Februar 2015 war es endlich soweit und der Ballon startete vor dem Hauptgebäude. Dank eines live GPS-Trackings konnten wir dem Ballon folgen. Der Ballon überflog den Gotthard. Doch die Ortung ergab, dass die Sonde bei Ankunft im Tessin zu hoch in den Bergen gelandet ist. Eine Bergung war wegen des vielen Schnees nicht möglich, wir mussten bis nach der grossen Schneeschmelze warten. Nach unseren Informationen befand sich die Sonde auf gut 1990 M.ü.M auf einer Alp im Valle di Cresciano.

Am Mittwochnachmittag, 24. Juni 2015 machten wir uns mit zwei Jugendlichen auf den Weg ins Tessin und nahmen die Herausforderung zur Bergung der Sonde in Angriff. Die Tour startete im Weiler Piana, welcher auf gut 1000 M.ü.M. liegt und mit dem Auto erreichbar war. Das ambitionierte Ziel des Bergungsteams war, die gut 900 Höhenmeter in drei Stunden zu bewältigen. Der Aufstieg gelang wie geplant. Die Jugendlichen genossen die wunderbare Natur im fast menschenleeren Bergtal. Teilweise wurden wir sogar von einer Geissen-Herde begleitet. Der Wanderweg folgte der sehr idyllischen Boggera entlang. Um 19 Uhr erreichte das Bergungsteam dann endlich die Alpe di Perosa. Glücklicherweise wurde die Sonde im nahen Wäldchen nach intensiver Suche, hoch oben auf einer Kiefer, gefunden und konnte geborgen werden.

Die faszinierenden Bilder schauten wir sogleich an. Die Freude über das Gelingen des Projekts war riesig. Durch den Fund motiviert gelang uns der Abstieg in nur zwei Stunden. Wir kehrten glücklich und zufrieden ins Albisbrunn zurück.

Die eindrücklichen Bilder des ganzen Projekts haben wir für Sie in einem Video zusammengeschnitten.

Alexander Leu, Sozialpädagoge

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