In der ersten Woche der Herbstferien gehen alle Wohngruppen in eine Lagerwoche der besonderen Art. Unsere Wohngruppe nahm am Sonntag den Weg ins beschauliche Mathon, weit oben in den wunderschönen bündner Bergen, unter die Räder. Dort durften wir Quartier in einer urchigen Hütte auf ca. 1800 m.ü.M, mit begrenztem (Solar-) Strom und ohne TV oder Internet beziehen. Dafür entschädigte ein bildhaft schönes Panorama während dem Tag und ein für die meisten noch nie gesehener klarer Sternenhimmel.

Am Montag lernten wir Willi kennen, der uns im Namen der Gemeinde Mathon die Arbeiten vorstellte. Unsere Hauptaufgabe für die Woche war, Weideland vom Wald zu befreien. Das hiess für uns hauptsächlich Äste von gefällten oder gefallenen Bäumen auf Haufen zu sammeln oder Jungbäume auszureissen oder mit grossen Gartenscheren bodeneben abzuschneiden.

Meistens arbeiteten wir in zwei Teams, auf zwei verschiedenen Weiden. Damit es den Jugendlichen nicht zu eintönig wurde, haben die Gruppen täglich gewechselt. Am Dienstag bekamen wir nach dem Mittag noch Besuch und Hilfe von Ruedi Jans, unserem Gesamtleiter, der bis zum Abend mit angepackt und mit den Jugendlichen über die Sinnfrage dieser Woche philosophiert hat.

Die Abende wurden mit Rahmenprogrammen ausgefüllt. So durften wir am Montag in die Turnhalle der Oberstufe in Zillis, wo die Jugendlichen trotz körperlich anstrengender Arbeit sich bei verschiedenen Spielen nochmals richtig austoben konnten. Am Dienstag nutzten wir die Gelegenheit, im Jugendraum von Mathon einen Kinoabend auf Leinwand zu gestalten und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Sportlich wurde es dann am Mittwochabend wieder, als wir mit Conradin Dolf nach Cazis in den Schwingkeller durften. Dort hatten die Jungs sowie die PädagogInnen ihren Spass daran, sich im Sägemehl wie die grossen Bösen zu fühlen und sich gegenseitig auf den Rücken zu werfen. Es knisterte förmlich vor Ehrgeiz und Testosteron. Die Stimmung war super und jeder konnte lernen Niederlagen zu verarbeiten und beim nächsten Kampf wieder alles zu geben.

Am Donnerstag war unser letzter Arbeitstag. Deshalb gingen wir zum Abschluss der Woche, gemeinsam mit der Gastgeberfamilie im Dorfrestaurant Abendessen und liessen die Tage revue passieren. Es gab viele lobende Worte von allen Seiten und die Jungs spürten die Dankbarkeit und Wichtigkeit für die geleistete Arbeit.

Am Freitagmorgen war dann putzen angesagt, bevor wir alle zusammen nach Savognin zum Mountainkart fuhren. Dies bot nochmals alles was Jungs wollen: Adrenalin, Mut und Wettkampf. Nach dieser sehr gelungenen Aktivität wurde die Arbeitswoche in Savognin noch mit einem gemeinsamen Essen bei strahlendem Sonnenschein und viel guter Laune abgerundet, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Hause machten.

Erwin Buchli, Sozialpädagoge WG Sonnenlaube

Newsletter Abonnieren

Newsletter Abonnieren

Wollen Sie immer auf dem Laufenden bleiben was in Albisbrunn passiert? Melden Sie sich für unseren Email-Newsletter an!

Der Newsletter erscheint alle zwei bis drei Monate. Wir werden Ihre Emailadresse niemals weitergeben und Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Sie haben sich erfolgreich angemeldet. Eine Bestätigung wurde Ihnen per E-Mail zugestellt.

Pin It on Pinterest