Seit diesem Herbst sind zwei neue Gesichter im Psychotherapieteam anzutreffen. Ina Sonego und Laila Huisman starteten im September respektive Oktober in unserer Institution. Auch wenn sie mit der alltäglichen Arbeit als Psychotherapeutinnen bereits bestens vertraut sind, gibt es im kleinen „Dorf Albisbrunn“ so viel Neues kennenzulernen. Wer ist verantwortlich, wenn ich ein Bild aufhängen will? Wie buche ich Termine für meine Klienten bei der Psychiaterin? Was passiert, wenn ich mich zu spät zum Essen einschreibe? Wo kann man nachlesen, welches Kürzel für welchen Namen steht? Und warum sind eigentlich alle Mitarbeitenden so „verliebt“ in diese Kürzel?

Bevor man drin ist, ist alles wieder anders

Die meisten Gepflogenheiten, Regeln und Konzepte kann man als Leiter Psychotherapie vermitteln. Den „Albisbrunngroove“, den Charakter der verschiedenen Wohngruppen und Betriebe muss man aber selbst kennenlernen und entdecken. Die Legende besagt, man brauche etwa ein Jahr, bis man voll drin sei. Einige sagen, bevor man drin sei, hätte sich bereits alles wieder verändert.

Am Mittagstisch sprechen wir gerne mit Handwerkern über Themen wie das „Gehrungssägen“, „Schalen“ oder „Abspitzen“ und unserer mangelnden Fachkompetenz in diesen Belangen wird mit Wohlwollen und Geduld begegnet. Wahrscheinlich auch aus Dankbarkeit darüber, dass wir mit unseren fachlichen Themen wie „intrapsychischen Konfliktdynamiken“, „projektiver Identifikationen“ und „Methylphenidat induzierten Rebound-Effekten“ am Mittagstisch eher sparsam umgehen.

Die Offenheit der Mitarbeiter gegenüber unserer Arbeit und das Interesse an neuen und alten Gesichtern unseres Teams freut uns. Und auch wenn man auch beim Mittagessen nicht immer dieselbe Sprache spricht – im Persönlichen und im interdisziplinären Team findet man sich, dank gegenseitiger Wertschätzung und Offenheit, oft erstaunlich schnell.

Auch wenn wir im Begriff sind, das Albisbrunn als neu zusammengestelltes Team kennenzulernen, fühlen wir uns als fester Bestandteil des Albisbrunn. Durch das Konzept und die interdisziplinäre Kultur in Albisbrunn ist die Therapie kein Fremdkörper, sondern vollständig in die Institution integriert. Dieser Umstand ist für ein Jugendheim in der Schweiz einzigartig und kommt nicht nur den Jugendlichen zu Gute, sondern ermöglicht auch dem neuen „Team Psychotherapie“ eine unkomplizierte, rasche Integration ins „Dorf Albisbrunn“.

Karl Brühwiler, Leiter Psychotherapie

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