Montagmorgen, endlich sind wir angekommen im Lagerhaus auf der Mörlialp. 1,5 Stunden dauert die Fahrt, doch mir persönlich kommt sie mir vor wie 10 Minuten. Wir starten gut und motiviert, bis die netten Herren von RoadCross kommen und uns über die Sicherheit im Straßenverkehr aufklären. 2.5 Stunden nehmen sie sich die Zeit, wir genauso.
Doch Frau Jones lässt uns bis spät in den Abend nicht in Ruhe. Den Wald OL darf ich nicht vergessen. Er bereitet uns allen viel Spass und gute Erinnerung. Ich denke, eine Story darf ich erzählen. Janosch und ich sind das erste Team, das losgehen muss. Der Gedanke, das schnellste Team zu sein, verlässt uns schnell. Nachdem wir 15 Minuten im Wald herumirren, sichten wir auf dem Rückweg ein anderes Team. Wir einigen uns schnell. Wie Ghosts spionieren wir dem anderen Team hinterher. Wir haben sehr viel Spass, so ohne Licht im düsteren Wald herum zu schleichen. Doch wer hätte das gedacht! Silvan und Herr Bannwart tauchen hinter einem Baum auf. Die beiden hatten den gleichen Plan wie wir: Auf keinen Fall die Posten selber suchen. Der Zufall, sie angetroffen zu haben, beschäftigte mich noch eine Weile auf dem nächsten und letzten Abschnitt des OLs, den wir dann zu viert meistern.
„Guten Morgen Jungs!“ ist das erste, das ich am Dienstagmorgen um 6:15 Uhr höre. Erst 5 Minuten, nachdem ich aufgestanden bin, wird mir klar, dass wir Joggen gehen müssen. „Naja“, schlussendlich haben es alle geschafft. Ausser einem Lernenden, der sich unnötigerweise weigert, joggen zu gehen. Kaum zurück vom Joggen, sind wir nach dem Schulblock und dem Kochen schon wieder auf dem Sprung. Die Wanderung Nr. 1 steht auf dem Programm. Diese Wanderung gefällt mir weniger, denn sie hat kein Highlight, das mich umhaut: keine spezielle, enorme Aussicht und der Gipfel ist genauso untröstlich. Dienstagabend ist schnell vorbei, denn alle sind erschöpft, schließlich wanderten wir drei Stunden. Die Nacht kommt schnell und genauso der nächste Morgen.
Am Mittwochmorgen können wir erstmals etwas länger schlafen. Leider muss uns ein Lernender verlassen. Der Gedanke an die noch größere Wanderung lässt ihn im Bett bleiben. Doch er verpasst viele Highlights, denn diese Wanderung ist voller Überraschungen. Zuoberst auf dem Gipfel empfängt uns eine verlassene „Gondelistation“, die wir natürlich ordentlich durchkämmen. Dabei stösst Samir auf das Tagebuch von Moni, die früher dort gearbeitet hatte. Leider muss ich die weiteren Höhepunkte der Wanderung auslassen. Ich würde sonst noch Stunden vor dem Computer sitzen und das ohne Kaffee!!! Den Abend verbringen wir anfangs in einem Restaurant und geniessen das Essen wie auch die Geschichten. Weiter im Programm ist nichts mehr angesagt. Das heisst: Chillen oder schlafen. Die meisten entscheiden sich fürs Schlafen.
Am Donnerstagmorgen beginnen wir mit den Tests zu Gesundheit und Ernährung. Das machen wir bis ca. 12:00. Uhr. Nach dem Mittagessen steht Kanufahren auf dem Programm. Unendlicher Spass ist angesagt. Schade, dass sich die Frau von diesem Bootsclub als eine echte Spassbremse erweist. Sie hält uns bei der Einführung an, trocken zu bleiben. Doch die coolste Gruppe lässt sich nicht aufhalten. Nach einer ordentlichen Wasserschlacht sind einige Kentererfolge zu verzeichnen. Die Stimmung ist toll! Mit Ausnahme der Frau vom Bootsclub. Sie versucht vergebens alles unter Kontrolle zu halten. Die Fahrt mit den Kanus meistern wir mit Links. Doch eine Stunde Freizeit am See in einer Badi ist zu viel für zwei Personen. Sie können es nicht lassen, gegen die Regeln zu verstossen. Sie verlassen uns, ehe wir zurück im Lagerhaus angekommen sind. Sie verpassen leider auch die coole Grillsession. Grillieren und reden können wir lange, schlafen hingegen nicht.
Am Freitagmorgen starten wir dann zu dritt. Morgenessen, Aufräumen, Putzen und das Haus abgeben steht zunächst auf dem Programm. Nach dem Mittagessen machen wir uns frisch und fröhlich auf den Weg in den Seilpark. Es ist der geilste Seilpark, in dem ich je gewesen bin. Gross ist noch untertrieben, sehr gross trifft es eher. Ich finde es sehr beeindruckend, wie viel Mühe in diesen Park gesteckt wird. Der Seilpark Seebodenalp kann ich nur empfehlen. Später, nach der Adrenalinreise im Park, lassen wir uns vor dem Hauptgebäude nieder und grillieren.
Gabriele, Lernender Küche
Rückmeldung von zwei Kollegen
Ich fand das ABU Lager sehr lehrreich, aber auch sehr fordernd, körperlich mit den vielen Sporteinsätzen und den langen anstrengenden Wanderungen. Wie auch psychisch fordernd, da wir alle miteinander auskommen mussten auf engstem Raum.
Janosch, Lernender Metallbau
Es war zum Teil sehr anstrengend aber auch lustig und angenehm. Der OL am 1.Tag hat mir sehr gut gefallen. Das Essen war auch ok, ausser wenn ein bestimmter Kollege kochte, dann muss ich immer an die Haare in der Pizza denken. Die Wanderungen fand ich sehr schön, aber bei der zweiten Wanderung dachte ich zuerst, ich könne sie nicht überstehen, weil ich so erschöpft war von der ersten. Doch schlussendlich ging es doch gut. Das Kanufahren fand ich lustig. Jedoch wollte ich lieber baden gehen, weil ich mich in dieser Woche schon echt genug angestrengt hatte. Ich war sehr traurig, da mein bester Freund an diesem Tag gehen musste. Trotzdem genoss ich den letzten gemeinsamen Tag im Kletterpark und beim Grillieren. Einen grossen Dank an das Team.
Samir, Lernender Baubetrieb
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