Es war kein „vernünftiger“ Entscheid, als wir uns 2006 entschlossen haben, das Bienenhaus wieder in Betrieb zu nehmen und dieses in eigener Regie zu führen. Unser gesamtes  Land aus dem ehemaligen Landwirtschaftsbetrieb wurde an Bauernfamilien in der Umgebung verpachtet, wir bewirtschaften und pflegen aber weiterhin die Hochstammobstbäume. Das Bienenhaus liegt inmitten dieser wunderbaren Bäume.

Die Imkerei war ab diesem Zeitpunkt eine faszinierende neue Möglichkeit, um am Kreislauf der Natur teilzuhaben und natürlich lockte auch die Aussicht auf eigenen Albisbrunn-Honig. Raymond Gimmi, Leiter des Technischen Dienstes, übernahm diese zusätzliche Aufgabe. Er integrierte es in die Ausbildung für die Lernenden zum „Fachmann Betriebsunterhalt“ und vermutlich können nicht viele Lernende dieses Berufes von sich behaupten, die Imkerei im Ausbildungsprogramm zu haben.  Maximal zwölf Bienenvölker müssen gepflegt werden. Die Lernenden des Technischen Dienstes wissen viel über das Leben der Bienen. Sie kennen die Grundbegriffe des Imkerns und vom Befall gegen Milben bis zum Honigschleudern sind sie mitbeteiligt.

Gab es im Jahr 2012 mit dem grössten Ertrag rund 80 Kilogramm Honig waren es im kalten Frühling 2013 nur knapp 20 Kilogramm. Aber alle sind sich einig – ein paar Bienenstiche lohnen sich für den feinen Honig schon.

 

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