Als ich im Oktober 2017 die Nachricht bekam, dass ich im Archiv arbeiten muss, wurde mir doch etwas mulmig. Ich wusste, dass im Archiv eine kalte und unangenehme Luft herrscht. Die Akten im Archiv sind seit einigen Jahren dort gelagert und auch sehr stark verstaubt.

Ich machte also eine Liste bereit, in der ich alle Daten der ehemaligen Jugendlichen eintragen konnte. Diese Akten sind mit allen Berichten aus dem Aufenthalt der Jugendlichen gefüllt. Weil unser Archiv die Menge an Akten und Ordner nicht mehr gewährleisten kann, haben wir entschieden, die Akten der ehemaligen Jugendlichen, welche bis im Jahr 1997 in Albisbrunn waren, an das Staatsarchiv in Zürich weiterzugeben. Es ist unsere gesetzliche Aufgabe, alle Akten aufzubewahren. Zu Beginn habe ich die Daten ordentlich in das Dokument eingefüllt, die vollen Kisten habe ich sauber und fachgerecht geschlossen und diese in einem Raum übersichtlich gelagert. Ende Jahr haben uns dann zwei Mitarbeitende aus dem Staatsarchiv besucht. Sie haben sich die Lage, sowie Unterlagen in unserem Archiv angeschaut. Beim Erkundigen haben die Mitarbeitenden des Staatsarchivs einige Dokumente von früheren Heimleitenden, sowie alte Fotos und Videos gefunden, welche sie gerne zu sich in das Staatsarchiv nehmen wollten. Als ich die Akten und die verschiedenen Fotos, Filme und Ordner verpackt habe, hatten wir mit dem Staatsarchiv einen Ablieferungstermin vereinbart. Als wir an diesem Tag die Kisten aus dem Archiv in den Lastwagen, die Treppen hochtragen mussten, ging uns immer mehr die Puste aus. Nach einiger Zeit hatten wir dann alle Kisten im Wagen und konnten uns eine verdiente Pause gönnen.

 

Am Nachmittag machten wir uns bei Arbeitsbeginn direkt auf den Weg zum Staatsarchiv in Zürich. Nach einer lustigen und erlebnisreichen Fahrt sind wir nach kurzer Zeit bereits im Staatsarchiv angekommen. Zusammen mit den Mitarbeitenden des Staatsarchivs haben wir die Kisten auf Paletten gestellt und in ihr Lager gebracht. Danach wurden wir noch auf einen Kaffee eingeladen.

Am nächsten Tag haben wir unser Archiv geputzt. Also haben wir uns einen Staubsauger, einen Kessel mit Wasser und ein paar Lappen besorgt und uns an die Arbeit gemacht. Wir mussten natürlich auch die neueren Akten in die Regale der alten einräumen, damit wir wieder Platz für Neue haben. Wir haben beim Reinigen der Schränke auch noch einige alte Sachen gefunden, die manch einen zum Staunen brachte. Im Büro des Sekretariats der Geschäftsleitung haben wir auch noch einige alte Dokumente, Bilder und Akten gefunden, welche wir ins Archiv einlagern mussten. Zum Schluss der Reinigung des Archives konnte ich dem Gesamtleiter ein Resultat zeigen, das ihn beeindruckte und sehr erfreute.

Die Arbeit im Archiv, hat mir sehr gut gefallen, da ich eine eigene Aufgabe komplett organisieren und übernehmen durfte. Die Ablieferung im Staatsarchiv in Zürich hat mir auch sehr gut gefallen, da wir mit den Mitarbeitenden des Staatsarchivs sprechen konnten und diese uns noch einige Sachen erzählt haben.

Ich bin aber doch sehr froh, dass ich die Arbeit im Archiv endlich abschliessen kann. Dadurch weiss ich, dass ich eine grosse Leistung für unseren Betrieb erbracht habe. Nun haben wir die nächsten Jahre von dem Archiv Ruhe und können uns um alles andere kümmern.

Im Sommer werden die Mitarbeitenden und die Lernenden der Verwaltung einen Ausflug in das Staatsarchiv machen. Wir werden eine zweistündige Führung durch das Staatsarchiv in Zürich erhalten. Nach unserer Führung werden wir gemeinsam in einem Restaurant ein leckeres Abendessen zu uns nehmen, wo wir uns auch noch Austauschen können. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Abend und geniessen zusammen noch die letzten Wochen, welche ich bis zum Ende meiner Lehre in Albisbrunn verbringen werde.

Nicola, Büroassistent in Ausbildung

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