Mit dem Einzug der Arbeitsagogik in allen Ausbildungsbetrieben von Albisbrunn profitieren die Jugendlichen seit dem 1. Januar 2022 von teilweise neuen Bezugs-, wie auch agogischen Fachpersonen. Seither werden sie im Betrieb agogisch in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützt. 

Nicht alles, doch vieles ganz neu

Mit der Fertigstellung des Konzepts Arbeitsagogik Albisbrunn, dem Einrichten des Arbeitsagogik-Büros und der erfolgreichen Rekrutierung von Arbeitsagoginnen und Arbeitsagogen startete Albisbrunn anfangs 2022 in eine neue Ära: Arbeitsagoginnen und Arbeitsagogen übernehmen in den Betrieben die Fallführung der Jugendlichen.

Seither trifft sich dieses Team alle zwei Wochen für eine Sitzung, um sich über agogische, pädagogische, betriebliche, institutionelle, interdisziplinäre, strukturelle und noch andere Themen auszutauschen und zu diskutieren. Sie sind es, welche die konzeptionelle Umsetzung durchführen, prägen, Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln und dadurch die Arbeitsagogik in Albisbrunn schärfen, mitdefinieren und etablieren.

Glücklicherweise konnten wir für jeden der elf Ausbildungsbetriebe eine geeignete Fachkraft finden. So wollten einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bestehenden Belegschaft sich dieser neuen Herausforderung stellen oder es wurden Neuanstellungen vorgenommen. Die meisten Arbeitsagoginnen und Arbeitsagogen haben die Ausbildung noch vor sich und freuen sich auf eine spannende Ausbildungszeit. Dabei steht für die neu angestellten Personen auch noch das Kennenlernen der Institution und das Einleben am neuen Arbeitsplatz im Vordergrund.

Die grösste Veränderung für die agogischen Mitarbeitenden ist sicherlich, dass ihr Hauptauftrag die Arbeit mit den Jugendlichen darstellt und nicht mehr der eigentliche Produktionsauftrag. Zudem ist die Arbeitsagogin, der Arbeitsagoge im Betrieb neu die Ansprechperson aller Anliegen, welche die Jugendlichen betreffen, und nicht mehr der Betriebsleiter. Das heisst, dass sie auch die Betriebe in den interdisziplinären Teams (IDT) an den entsprechenden Sitzungen vertreten und einbringen. 

Da für die Entwicklung der Jugendlichen teils unkonventionelle Interventionen nötig sind, um ein nächstes Ziel erreichen zu können und in Beziehung zu bleiben, trifft man die Arbeitsagogik nicht nur in den Betrieben an, sondern wenn möglich auch da, wo der Jugendliche erreicht werden kann. Dies kann ein Treffen auf der Wohngruppe, eine kreative Arbeit im Betrieb, eine gemeinsame sportliche Tätigkeit oder einfach ein Spaziergang sein. Wenn es die Entwicklung und Förderung der Jugendlichen unterstützt, ist es ein Erfolg. Mit der Einführung der Arbeitsagogik eröffnen sich in Albisbrunn noch mehr Möglichkeiten, die Jugendlichen in ihrer Entwicklung da zu erreichen, wo sie stehen und gemeinsam den nächsten Schritt in Richtung Selbständigkeit und beruflicher Integration zu gehen.

Bildlegende Titelbild: Team Arbeitsagogik
Hinten von links: André Rudolf von Rohr (Malerbetrieb), Adrian Lanz (Baubetrieb), Thomas Peter (Küche), Timo Homberger (T&O) & Lukas Tschümperlin (Metallbau) und Matthias Bauer (Maschinenbau) 
Vorne von links: Mirsad Avoli (ICT-Services), Karolina Steiger (Hauswirtschaft), Eliane Koch (Schreinerei), Claudia Gallmann (Verwaltung) und Daniela Gilbert (T&O)

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